In der heute veröffentlichten Nahaufnahme Deutschland 2026 von Reporter ohne Grenzen wurden im vergangenem Jahr in Deutschland 55 Angriffe auf Journalist*innen und Medien gezählt. Insgesamt hat die Organisation 99 Hinweise auf Gewalt gegen Medienschaffende erhalten, von denen jedoch 44 nicht verifiziert werden konnten, meist aufgrund von fehlenden Zeug*innen oder Videobeweisen

Als besonders gefährliche Orte für Berichterstattende benennt der Report weiterhin Demonstrationen sowie Recherchen und Filmaufnahmen in Rechtsextremen Milieus.
Nach Berlin belegt Sachsen mit 9 verifizierten Angriffen den unrühmlichen Platz 2 unter den deutschen Bundesländern.

Die Konzentration auf die Hauptstadt erklärt sich dadurch, dass sich in Berlin viel Berichterstattung konzentriert, aber auch durch die Chilling Effects der extremen Feindseligkeit gegenüber Journalist*innen in Sachsen und Thüringen.
Wo zwei drittel der befragten Lokaljournalist*innen von körperlichen Angriffen bis hin zu an die Privatadresse verschickten Gewalt- und Todesdrohungen berichten, findet weniger Journalismus und damit auch weniger Angriffe statt.
Polizei und Justiz in Sachsen tun nicht immer genug gegen diese Angriffe auf die Pressefreiheit. Wir als Initiative Between The Lines bieten freien Journalist*innen in Sachsen ehrenamtlichen Begleitschutz auf Demonstrationen an um trotzdem Berichterstattung in der Fläche zu ermöglichen. Dafür sind wir auf Unterstützung angewiesen.
Am 13. Feburar 2022 wurden mehrere Journalisten und zwei “Between The Lines”-Begleiter*innen in Dresden-Laubegast aus einer Querdenkenversammlung heraus angegriffen. Etwa ein Dutzend Angreifer, darunter Max Schreiber und weitere organisierte und gewaltbereite Rechtsextremisten, nutzten die Abwesenheit der Polizei für eine gezielte Attacke auf die Pressevertreter. Bei dem Angriff, der sich über 800 Meter durch Dresden zog, verhinderte nur das entschiedene Handeln der “Between The Lines”-Begleiter*innen schwerste Verletzungen. Mehr zu dem Angriff kannst du hier lesen.
Bei dem anschließendem Verfahren sind uns über 800€ an Anwaltskosten entstanden, die wir aus eigener Tasche zahlen müssen. Wenn du unsere Arbeit unterstützen willst, überlege dir bitte, ob du uns mit einer Spende unterstützen kannst.

Between The Lines Deutschland e.V.
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